Monitoring Projekt: Zug der Rotfußfalken
In Ungarn ist ein sehr interessantes Projekt angelaufen, welches sich mit dem Monitoring der Zugwege und des Zugverhaltens von Rotfußfalken beschäftigt. Dazu wurden einige Falken mit einem speziellen Minisender ausgestattet.
Mit nur 5 Gramm Gewicht ist es kein Problem, die 130 – 200 Gramm leichten Vögel mit denen Sendern auszustatten. Montiert werden diese in der Rucksackmontage und liefern geographische Daten mit 150 Metern Genauigkeit.
Erste Ergebnisse sind beeindruckend. Das schnellste Weibchen braucht gerade einmal 16 Tage um von Ungarn in sein Winterquartier südlich der Sahara zu kommen. Dabei hat die Querung des Mittelmeeres und der Sahara nur 3 Tage in Anspruch genommen. Dabei flog der Vogel aber Tag und Nacht.
Mehr zu diesem spannenden Projekt, gibt es auf einer eigenen Webseite, auch in englischer Sprache zu lesen: http://www.falcoproject.hu/en/content/show
Steckbrief: Sakerfalke
Allgemeine Beschreibung
- Lebt in Osteuropa und Zentralasien
- Lebt in Steppen und Waldsteppen
- Größe: 46 – 58 cm
- Gewicht: Männchen 650 – 900 Gramm ; Weibchen: 800 – 1400 Gramm
- Spannweite: ca. 100 – 130 cm
- Gefiederfärbung: Unterseits cremefarben mit braunen Flecken, cremefarben, heller Kopf, dunkler (braun) Rücken. Färbung kann zum Teil sehr variabel und unterschiedlich sein.
Erkennungsmerkmale
- großer Falke
- lange, spitz zulaufende Schwingen
- schneller Flügelschlag
- dnymischer Flugstil
Brut
- Anfang März – Mitte April
- ca.30Tage Brutdauer
- 2 – 6 Eier
- Nestlingszeit ca. 50 Tage
- Brut in Felsnischen, Auf Bäumen (verlassene Horste anderer Vögel), vereinzelt am Boden
Habitat
- Steppengebiete
- Waldsteppengebiete
Beutespektrum
- Flugwild (Vögel) bis Enten, teilweise Gans
- Säugetiere bis zu Hasen
Fotogalerie
Eine Fotoserie mit verschiedenen Sakerfalken findet man auf photo2day.de.
Fotoserie: Greifvögel am Bayerischen Jagdfalkenhof
Auf der Fotoplattform photo2day.de ist eine Fotoserie über Greifvögel am Bayerischen Jagdfalkenhof auf Schloss Schillingsfürst online. Die Aufnahmen von Achim Schmidt zeigen Falken, Adler, Geier und Milane.
Insgesamt sind 21 Flug- bzw. Portraitaufnahmen zu sehen.
Link: Zur Fotoserie “Greifvögel Schillingsfürst” auf photo2day.de
Federspiel – klassisches Falkentraining und hohe Schule der Falknerei
Mit der Federspielarbeit trainiert der Falkner normalerweise Falken zur Jagd auf fliegende Beute. Die Arbeit mit dem Federspiel erfordert sowohl von Falkner als auch vom Vogel höchste Konzentration. Je nach Vogelart kommen hier durchaus beachtliche Geschwindigkeiten zu stande. Das Prinzip des Trainings ist recht einfach. Der Falkner dreht das Federspiel – eine Beuteattrappe und Trainingsgerät – in der Luft und lässt den Vogel darauf anjagen. Kurz bevor dieser das Federspiel schlägt, zieht der Falkner dieses in Flugrichtung weg.
Durch diesen Misserfolg wird der Falke dazu veranlasst im nächsten Anflug schärfer oder trickreicher anzufliegen, um seine Beute zu machen.
Die Federspielarbeit gilt auch als ‘hohe Schule’ der Falknerei und erfordert einiges an Training und Timing. Generell unterscheidet man zwei verschiedene Federspielarten.
Stangenfederspiel
Hier ist ein Stück Seil an einem Stock befestigt. Am anderen Ende des Seiles werden Lederkissen oder Federn sammt Beutestück befestigt. Der Vorteil des Stangenfederspieles liegt in der feinen Bedienbarkeit und der guten Leitbarkeit des Vogels.
Körperfederspiel
Das Körperfederspiel ist ein Lederkissen mit Beute, welches an einer Lederschnur befestigt ist und gedreht werden kann. Verglichen mit dem Stangenfederspiel ist die Arbeit mit dem Körperfederspiel daynamischer und rasanter.
Fotogalerien
Gerfalke auf Körperfederspiel
Gerfalke am Falkenhof Lenggries, Falkner: Achim Schmidt, Fotos: Paul Klima, Bearbeitung: Achim Schmidt
Sakerfalke auf Stangenfederspiel
Sakerfalke am Falkenhof Lenggries, Falkner: Achim Schmidt, Fotos: Paul Klima, Bearbeitung: Achim Schmidt


