Feinschliff und Countdown
Heute ist Saisoneröffnung und somit wieder zweimal am Tag moderierte Flugvorführung. Gestern war somit nochmal Feinschliff angesagt.
Nach dem üblichen Tagesstart – Falken, Bussarde, Milane wiegen, raussetzen und Nachthäuser saubermachen – stand dann anschließend das herrichten unserer Adlerplätze auf dem Programm. Erst von letzten Laub befreien dann Wasserschüsseln wieder einbauen und in Dienst stellen.
Nachdem dioe Plätze fertig waren, haben wir die letzten Adler und Geier aus den Winterquartiern an Ihre Plätze gebracht, so dass die Anlage heute unseren Besuchern wieder komplett zur Verfügung steht.
Nachmittags war dann nochmal putzen angesagt – diesmal standen drei Zuchtkammern zur Generalreinigung auf dem Programm.
Abgeschlossen wurde der Tag dann mit einer ausführlichen Saisonvorbesprechung des gesamten Teams. Wir freuen uns schon auf die kommende Zeit und wünschen uns und unseren Vögeln eine erfolgreiche Saison und unseren Besuchern viele eindrucksvolle Bilder !
Laub fegen, Geier fliegen und Falken suchen
Die letzten beiden Tage waren recht unspektakulär. Denn ich hatte hier in der Anlage eigentlich frei. Sonntag habe ich trotzdem meine Falken noch trainiert und der gestrige Tag stand eigentlich im Zeichen des Web. Ich habe an meinem neuen Webauftritt weitergearbeitet, welcher so langsam auch Formen annimmt.
Ausserdem habe ich noch die Fotos des letzten Erlebnisshootings mit Falke ( http://www.erlebnisshooting.de/ ) fertig gemacht und verschickt. Auch das gehört zum Alltag eines selbständigen Falkners, schließlich will man seine Kundschaft ja auch gut bedienen.
Heute dann wieder in der Anlage und der Vormittag war Standardprogramm. Falken, Bussarde und Milane wiegen, aus den Nachthäusern an ihre Plätze bringen und anschließend die Nachthäuser sauber machen. Das ist der Start hier in jeden Tag. Read more
TV & Film Tipp: Naturdokumentation: Der Fjord in den Bergen – ein Jahr am Vilsalpsee
Am 27. März sendet der Bayerische Rundfunk um 19 Uhr die Dokumentation “Der Fjord in den Bergen – ein Jahr am Vilsalpsee”. Es wieder einmal eine Dokumentation von Christian Herrmann mit einzigartigen Bildern aus der Region Tannheim.
Der Film entstand auch mit falknerischer Unterstützung. Denn Steinadler ‘Sky’ mit den Falknern Paul Klima und Achim Schmidt stand in der Verantwortung für die Flugaufnahmen und die Kameraaufnahmen aus Adlersicht. Ein weiteres Highlight sind beeindruckende Unterwasseraufnahmen.
Erstausstrahlung ist vor Ostern am Palmsamstag, den 27.03.2010 um 19.00 Uhr im Rahmen der Sendereihe “natur exclusiv” im Bayerischen Fernsehen.
Fotoserie: Greifvögel am Bayerischen Jagdfalkenhof
Auf der Fotoplattform photo2day.de ist eine Fotoserie über Greifvögel am Bayerischen Jagdfalkenhof auf Schloss Schillingsfürst online. Die Aufnahmen von Achim Schmidt zeigen Falken, Adler, Geier und Milane.
Insgesamt sind 21 Flug- bzw. Portraitaufnahmen zu sehen.
Link: Zur Fotoserie “Greifvögel Schillingsfürst” auf photo2day.de
Steckbrief: Weisskopfseeadler
Allgemeine Beschreibung
- Lebt in Nordamerika, Alaska und Kanada
- Lebt in Gewässernähe, an Meeren, grossen Binnenseen und Flussläufen
- Größe: 70 – 90 cm
- Gewicht: Männchen 2500 – 4000 Gramm ; Weibchen: 4000 – 5500 Gramm
- Spannweite: ca. 200 – 230 cm
- Gefiederfärbung: Im Jugendgefieder dunkel braun gefärbt mit grauem Schnabel, im adulten Gefieder grau-blaue Grundfärbung mit weissem Kopf und weissem Stoss, gelber Schnabel
Erkennungsmerkmale
- mächtiger, großer Vogel
- brettartige Gestalt
- relativ kurzer, rautenförmiger Stoß
Brut
- ab Ende Februar – Mitte März
- ca. 33 – 36 Tage Brutdauer
- 2 – 3 Eier
- Nestlingszeit ca. 10 – 11 Wochen
- Horst wird mehrfach benutzt
Habitat
- Meeresküste
- Binnengewässer
Beutespektrum
- Fisch
- Wasservögel
- Säugetiere bis Hasengröße
- Fallwild
Fotogalerie
Fotos (c) 1view.de
Steckbrief: Seeadler
Allgemeine Beschreibung
- Lebt in Europa, Russland bis Japan
- Lebt in Gewässernähe, an Meeren, grossen Binnenseen und Flussläufen
- Größe: 70 – 95 cm
- Gewicht: Männchen 3000 – 4600 Gramm ; Weibchen: 4300 – 6700 Gramm
- Spannweite: ca. 220 – 240 cm
- Gefiederfärbung: Im Jugendgefieder dunkel braun gefärbt mit grauem Schnabel, im adulten Gefieder gräuliche Grundfärbung mit gräulichem Kopf und weissem Stoss, gelber Schnabel
Erkennungsmerkmale
- mächtiger, großer Vogel
- brettartige Gestalt
- relativ kurzer, rautenförmiger Stoß
Brut
- ab Ende Februar – Mitte März
- ca. 34 – 38 Tage Brutdauer
- 2 – 3 Eier
- Nestlingszeit ca. 80 – 90 Tage
- Horst wird mehrfach benutzt
Habitat
- Meeresküste
- Binnengewässer
Beutespektrum
- Fisch
- Wasservögel
- Säugetiere bis Hasengröße
- Fallwild
Fotogalerie
Steckbrief: Steinadler
Allgemeine Beschreibung
- Lebt auf der ganze Nordhalbkugel in 6 Unterarten
- stärkster Greifvogel Europas
- Größe: 75-95 cm
- Gewicht: Männchen 2800 – 4500 Gramm ; Weibchen: 3500 – 6500 Gramm
- Spannweite: Männchen ca. 200 – 210 cm ; Weibchen: 210 – 230 cm
- Gefiederfärbung: Dunkelbrauner Körper und Stoss ; Heller Hinterkopf. Im Jugendgefieder weisss Band im Stoss und weisse Fenster in den Unterflügeln
Erkennungsmerkmale
- Grosser Greifvogel
- Langer Stoss
- Gefingerte Handschwingen beim thermikfliegen
- Ausgezeichneter Thermikflieger
Brut
- ab Mitte März – Mitte April
- ca. 43-45 Tage
- 2 Eier, meist wird nur 1 Jungtier großgezogen
- Nestlingszeit 80 – 90 Tage
- Horst wird mehrfach benutzt und erweitert, meist in steilen Felswänden (in Deutschland)
- Mehrere Horste im Revier
- Begrünt Horst
Habitat
- Gebirgsregionen
- in Nordeurope auch in ausgedehnten Waldregionen
Beutespektrum
- Säugetiere bis Reh- und Gamskitz
- Vögel bis Auerhahngröße
- Fallwild
Fotogalerie
Fotos (c) Achim Schmidt, http://www.1view.de/
Steinadler in Kärnten an Bleivergiftung verendet
In Kärnten / Österreich ist nun der erste Fall beiunseren Nachbarn aufgetreten, bei welchem ein Greifvogel nachweisbar an Bleivergiftung verstorben ist. Vermutlich weil er Futter aufgenommen hat, welches Bleigeschosse oder Teile davon beinhaltete.
Dies löst nun im Nachbarland, eine meiner Meinung nach berechtigte, Diskussion über die jagdliche Verwendung bleihaltiger Munition aus.
Ausfühlich berichtet die ‘Kleine Zeitung’:
Der Schreiadler – gefährdet und (fast) vergessen

Schreiadler
Der Schreiadler ist der kleinste Adler Deutschlands. Im Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg brüten die letzten ca. 100 Paare dieses solzen Vogels. Mit 55 bis 67 cm Körpergröße, einer Spannweite von 145 cm bis ca. 165 cm ist der Vogel, welcher zu den echten Adlern gehört, doch klar größer als ein Mäusebussard. Auch im Flugbild kann er seine Zugehörigkeit zu den Adlern nicht verschweigen.
Wie bei allen Greifvögeln ist auch beim Schreiadler der Geschlechtsdimorphismus sehr ausgeprägt. Die Männchen erreichen ein Gweiocht von ca. 1000 bis1400 Gramm, während die weiblichen Vögel im Bereich von 1300 bis gut 2000 Gramm liegen. Ebenfalls sehr stark ausgeprägt ist in dieser Art der Kainismus. Dies bedeutet, dass das Vogelpaar normalerweise zwei Eier legt, und auch zwei Kücken schlüpfen. Normalerweise überlebt jedoch nur das erstgeschlüpfte Kücken. Dieses greift das kleinere Kücken aktiv an, so dass normalerweise nur ein junger Schreiadler zum Ausfliegen kommt.
Die Eiablage der europäischen Vögel beginnt normalerweise Mitte Mai, während die Balz dieses Schmalfrontenziehers direkt im April nach seiner Ankunft im Brutgebiet beginnt. Die Brutdauer liegt um die 40 Tage, der Ausflug des Jungvogels ist dann meist Ende Juli – Anfang August. Bis zum Wegzug im September verbleibt der Jungvogel noch bei den Eltern.
Schreiadler sind in Deutschland extrem gefährdet. Eine der größten Gefährungen ist der Lebensraumverlust. Schreiadler benötigen ruhige Wälder mit Altholzbestand und Gewässern. Diese Lebensräume findet der Vogel in Deutschland immer weniger vor. Weitere Probleme sind auch nier natürlich die Zerschneidung unserer Landschaft und die Forstwirtschaft. Aber auch der lange Zugweg ist eine riesige Gefahr. Denn vielerorts werden diese Tiere auch auf Ihrem Zugweg gefangen oder geschossen.
Wenn wir diese kleinen Adler bei uns behalten wollen, so müssen wir die Schutzmassnahmen erhöhen. Die Deutsche Wildtierstiftung hat ein entsprechendes Schutzprojekt gestartet, welches sicher unterstützenswert ist. Kern des Projektes ist die Aufzucht der zweitgeschlüpften Kücken, welche normalerweise vom älteren Kücken getötet werden. Diese Kücken werden aufgezogen und dann wieder ausgewildert. Das Aggressionsverhalten der Jungtiere ist ab einem bestimmten Alter nicht mehr ausgeprägt und die Elterntiere füttern auch ein plötzlich auftauchendes zweites Jungtier. Über diese Massnahme kann die Population natürlich nur gestützt werden, und einen Schutz des Lebensraumes nicht ersetzen.
Link: Mehr zum Schutzprogramm der Deutschen Wildtierstiftung



