Federspiel – klassisches Falkentraining und hohe Schule der Falknerei
Mit der Federspielarbeit trainiert der Falkner normalerweise Falken zur Jagd auf fliegende Beute. Die Arbeit mit dem Federspiel erfordert sowohl von Falkner als auch vom Vogel höchste Konzentration. Je nach Vogelart kommen hier durchaus beachtliche Geschwindigkeiten zu stande. Das Prinzip des Trainings ist recht einfach. Der Falkner dreht das Federspiel – eine Beuteattrappe und Trainingsgerät – in der Luft und lässt den Vogel darauf anjagen. Kurz bevor dieser das Federspiel schlägt, zieht der Falkner dieses in Flugrichtung weg.
Durch diesen Misserfolg wird der Falke dazu veranlasst im nächsten Anflug schärfer oder trickreicher anzufliegen, um seine Beute zu machen.
Die Federspielarbeit gilt auch als ‘hohe Schule’ der Falknerei und erfordert einiges an Training und Timing. Generell unterscheidet man zwei verschiedene Federspielarten.
Stangenfederspiel
Hier ist ein Stück Seil an einem Stock befestigt. Am anderen Ende des Seiles werden Lederkissen oder Federn sammt Beutestück befestigt. Der Vorteil des Stangenfederspieles liegt in der feinen Bedienbarkeit und der guten Leitbarkeit des Vogels.
Körperfederspiel
Das Körperfederspiel ist ein Lederkissen mit Beute, welches an einer Lederschnur befestigt ist und gedreht werden kann. Verglichen mit dem Stangenfederspiel ist die Arbeit mit dem Körperfederspiel daynamischer und rasanter.
Fotogalerien
Gerfalke auf Körperfederspiel
Gerfalke am Falkenhof Lenggries, Falkner: Achim Schmidt, Fotos: Paul Klima, Bearbeitung: Achim Schmidt
Sakerfalke auf Stangenfederspiel
Sakerfalke am Falkenhof Lenggries, Falkner: Achim Schmidt, Fotos: Paul Klima, Bearbeitung: Achim Schmidt
Schaufalknereien starten wieder in die Saison
Seit Ostern haben die meisten Schaufalknereien wieder offen, spätestens ab Mai sind eigentlich alle wieder im Sommerbetrieb. Wir – das Team von Falknereiatlas.de – werden dieses Jahr soviele wie möglich besuchen und auch von Besuchen aus der Vergangenheit berichten. So könnt Ihr hier hoffentlich über die Saison einen guten Einblick in den deutschsprachigen Bereich der Schaufalknereien bekommen.
Gerade in dieser Serie würde wir uns auch über Gastbeiträge – wenn möglich mit Fotos – sehr freuen. Denn die Szene ist je hier sehr groß und weit verteilt. Berichte bitte per Email an info {at} falknereiatlas {punkt} de senden.
Natürlich veröffentlichen wir auch gerne Nachrichten aus den Falknereien, auch hier gilt – aktuelle Infos bitte per Email an uns melden.
Wir hoffen Euch damit eine interessante Artikelserie bieten zu können, natürlich werden wir auch noch weitere interessante News und Artikel veröffentlichen. Auch unsere Steckbrief-Serie wird weitergeführt über das ganze Jahr.
Steckbrief: Habicht
Allgemeine Beschreibung
- Lebt auf der ganze Nordhalbkugel in 9 Unterarten
- Lebt im Wald, schneller Stossflugjäger
- Größe: 48-61 cm
- Gewicht: Männchen 600 – 800 Gramm ; Weibchen: 950 – 1250 Gramm
- Spannweite: ca. 96 – 130 cm
- Gefiederfärbung: Im Jugendgefieder bräunliche Grundfärbung mit Längstropfung auf der Brust (Rothabicht), im adulten Gefieder gräuliche Grundfärbung mit Grau-Weiss quergestreifter Brust (Sperberung)
Erkennungsmerkmale
- Langer Stoss
- Schneller, weniger Flieger
- 4-5 Breite Binden im Stoss
- Gelbe Iris als Jungvogel, orange-rote Iris als Altvogel
Brut
- ab Ende März – Ende April
- ca. 35-41 Tage Brutdauer
- 3-4 Eier
- Nestlingszeit ca. 40 Tage
- Horst wird mehrfach benutzt
- Mehrere Horste im Revier
- Begrünt Horst
Habitat
- Wälder mit Altholzbeständen
- deckungsreiche Wälder und Flächen
Beutespektrum
- Säugetiere bis Junghase
- Vögel bis Enten und Fasangröße
Fotogalerie
Fotos (c) Achim Schmidt, http://www.1view.de/


