Hohe Jagd und Fischerei Salzburg

Februar 27, 2009 · Posted in Kurzmeldungen · 1 Comment 

Am Donnerstag öffnete die Hohe Jagd und Fischerei, eine der führenden Jagdmessen im deutschsprachigen Raum, Ihre Pforten. Natürlich waren wir gleich am ersten Tag mit dabei um uns die Salzburger Messe anzusehen.

In den Hallen bot sich ein sehr buntes Bild. Angefangen von vielen Bekleidungsanbietern bis hin zu Waffen, Waffenschränken, Off-Road Fahrzeugen wird alles geboten was das Jägerherz erfreut. Besonders erfreulich: Die recht guten Messeangebote bei vielen Anbietern.

Dass es trotz günstiger Einkaufsgelegenheiten trotzdem nicht an Beratung spart, haben durchweg all unsere Tests ergeben. Bei unseren – zum Teil doch recht intensieven – Fragen waren die Verkäufer und Berater aller Stände sehr freundlich, kompetent und geduldig, so dass auch uns der EInkaufsbummel sehr gut gefallen hat.

Der Österreichische Falknerbund präsentierte sich mit einem recht grossen Stand, auf dem leider sehr wenig zu finden war. Ein kleines Kino, in welchem man das Jahr auf einem Falkenhof beobachten konnte, ein Paar Taschen, wenige Präparate und keine Ansprechpartner am Stand, zeichneten ein eher trauriges Bild für die Falknergemeinde. Hier hätten wir uns mehr menschliche Näche gewünscht und auch gerne den ein oder anderen Vogel gesehen um etwas unter Kollegen zu fachsimpeln. Hoffen wir mal, dass sich diese Kleinigkeit der ansonsten rundum gelungenen Messe beim nächstem Termin verbessert.

Alles in allem jedoch eine Messe, die für alle Jagdfreunde eine Reise wert ist ! Die Messe geht noch bis Sontag, 1.3.2009. Im Internet kann man sich noch informieren unter http://www.hohejagd.at/.

Falknereiatlas sucht die Twitter-Falkner und -interessierten

Februar 24, 2009 · Posted in Falknereiatlas · 1 Comment 

Twitter ist in aller Munde. Der Microbloggingdienst erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Jedenfalls ist der bekannt und beliebt genug sich dem Thema zu stellen. Auch falknereiatlas.de twittert nun.

Unter http://twitter.com/falknereiatlas sind wir absofort auch im Netzgezwitscher zu finden.

Aber wir wollen dort nicht nur einfach über Updates der Site hier informieren, sondern wir möchten wissen welche Falkner und Greifvogelfreunde schon twittern. Deshalb fordern wir Euch auf uns zu folgen. Wir möchten wissen wie modern die Falknergemeinde ist.

Gleichzeitig möchten wir hier ein Online-Userbook der Falkner und Greifvogelinteressierten schaffen. Denn über die für jedermann einsehbare Followerliste kann sich die Falknergemeinede so schnell in der grossen Menge der Twitterer finden und austauschen.

Also auf zum fröhlichen folgen !!!

Steckbrief: Mäusebussard

Februar 17, 2009 · Posted in Wissen · Comment 

Allgemeine Beschreibung

  • Häufigster Greifvogel in Deutschland
  • ca. 55 cm groß
  • Gewicht: ca. 600 – 1100 Gramm
  • Spannweite: ca. 120-130 cm
  • Gefiederfärbung: sehr variabel, bräunliche Grundfärbung von fast schwarz bis fast reinweiss

Erkennungsmerkmale

  • min. 8 dünne Binden im Stoß und Flügel
  • dunkle Iris
  • relativ kurzer Stoß
  • breite Flügel, im Gleitlug 5 Finger sichtbar

Brut

  • ab Ende März / April
  • ca. 35 Tage
  • 3-4 Eier
  • Bergrünter Horst

Habitat

  • Waldränder mit angrenzender offener Landschaft

Beutespektrum

  • Mäuse
  • Kleinsäuger bis max. Größe eines Jungkaninchens
  • Jungvögel
  • Käfer, Würmer
  • Fallwild

Fotogalerie

Heller Mäusebussard

Bild 1 von 4

Foto: (c) Achim Schmidt, www.achim-schmidt.com

Fotos (c) Achim Schmidt http://www.1view.de/

Steinadler in Kärnten an Bleivergiftung verendet

Februar 12, 2009 · Posted in Kurzmeldungen · Comment 

In Kärnten / Österreich ist nun der erste Fall beiunseren Nachbarn aufgetreten, bei welchem ein Greifvogel nachweisbar an Bleivergiftung verstorben ist. Vermutlich weil er Futter aufgenommen hat, welches Bleigeschosse oder Teile davon beinhaltete.

Dies löst nun im Nachbarland, eine meiner Meinung nach berechtigte, Diskussion über die jagdliche Verwendung bleihaltiger Munition aus.

Ausfühlich berichtet die ‘Kleine Zeitung’:

Jedes Jahr aufe Neue: Greifvögel greifen Jogger und Spaziergänger an

Februar 12, 2009 · Posted in Greifvoegel - Eulen, Wissen · 1 Comment 

Bald ist es wieder soweit – die Brut und Aufzuchtzeit unserer einheimischen Greifvögel und Eulen kommt näher. Die ersten Vogelarten sind schon kräftig in der Balz und andere denken bald schon an die Eiablage. Der Frühling treibt aber nicht nur unsere Greifvögel in Ihre Brutreviere und in Ihre Horste, sondern das kommende Frühlingswetter lockt auch zunehmend Spaziergänger und Jogger wieder in unsere Wälder.

Und sicher wird es von März / April bis Ende Juli in der ein oder anderen schlagzeilenträchtigen Zeitung auch wieder zu lesen sein: “Harmloser Jogger durch Greifvogelangriff verletzt” – oder so ähnlich. Die bevorstehende Zeit ist deshalb Grund genug sich mit dieser Thematik einmal näher zu beschäftigen.

Normalerweise sind Greifvögel eher scheue Tiere, die den Menschen meiden und flüchten, so er ihnen zu nahe kommt. Aber in der Brut- und Aufzuchtzeit haben die Vögel etwas zu verlieren: Ihre Nachkommen. Damit dies möglichst nicht soweit kommt, kann man in dieser Zeit auch vermehrt Verteidigungsmaßnahmen feststellen.

Viele Greifvögel brüten nun in der Nähe von Waldrändern und nahe Waldwegen oder Schneisen, welche sie als An- und Abflugraum benötigen. Aber auch unsere Jogger sind genau hier vermehrt zu finden. Fatalerweise zu genau gleicher Zeit. Nähert sich nun ein freizeittreibender Mensch einem besetzten Horst zu nahe, kann es durchaus dazu führen, dass sich die Vögel bedroht fühlen, und daraus zum Angriff über gehen.

Diese vermeidlichen aggressiven Handlungen sind nichts Verteidigungsmassnahmen zum Schutz des Horstes und der Brut. Meist fliegen die Vögel dabei dicht über die menschlichen Köpfe, und da kann es durchaus vorkommen, dass man einmal den Fang des Tieres zu spüren bekommt.

Dass überwiegend Mäusebussarde diese Aggression zeigen, wie uns die Medien dies gerne vorspielen, ist auch falsch. Diese Reaktionen können durchaus auch von Wespenbussarden oder Habichten, auch mal Milane ausgelöst werden. Es ist nur so, dass der Mäusebussard der mit Abstand meistverbreitete einheimische Brutvogel unter den Greifen ist, und generell näher an der Zivilisation lebt als manch andere Arten. So ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Zeischenfälle hier zwischen Mensch und Mäusebussard sind.

Es ist also wirklich nichts dran, am Märchen der aggressiven Greivögel, welche die friedlebenden Freizeitsportler aus reiner Aggression heraus angreifen. Es handelt sich um sehr einfach zu erklärende Zusammenhänge. Der Appell an die Freitzeittreibenden kann daher nur sein, solche Bereiche in dieser Zeit zu meiden. Zum einen entgeht man dabei einer möglichen Konfrontation mit den Tieren, zum anderen verhällt man sich so, wie es auch unser Gesetzbeger vorsieht. Unsere einheimischen Greifvögel stehen unter “strengem- und besonderem” Schutz. Dies bedeutet, dass bereits die Störung dieser Tiere bei Brut, Aufzucht, Mauser, etc. einen Verstoß gegen das Naturschutzrecht darstellt.

Subjektive Wahrnehmung der Mäusebussardpopulation

Februar 12, 2009 · Posted in Wissen · Comment 

In der letzten Zeit hört man immer wieder, dass es doch so extrem viele Mäusebussarde bei uns gäbe. Sogar soviele, dass die Niederösterreicher nun wieder welche zum Abschuss freigegeben haben.

Natürlich ist der Mäusebussard der häufigste Greifvogel Deutschlands, doch im Winter trübt das Bild hier dennoch. Denn während unsere einheimische Brutpopulation Standvögel sind, sind die nördlicheren Tiere oftmals Zugvögel, welche den Winter in unseren Breiten verbringen. Das führt zu einigen sehr kuriosen Beobachtungsmöglichkeiten, welche in der kalten Jahreszeit immer wieder gemeldet werden und für etwas Verwirrung sorgen.

Nämlich die große Zahl der Bussarde die man sieht, oft auch mehrere Tiere auf engem Raum. Meist sind dies jüngere Vögel die im Winter kein ausgeprägtes Territorialverhalten haben. Erst diesen Winter gelang mir über mehrere Tage eine Beobachtung von mindestens 15 und maximal 28 Mäusebussarden auf einem Feld.

Also nicht wirklich etwas ungeöhnliches. Und im Sommer hört man deutlich weniger Meldungen über die riesen Anzahl Bussarde – die Wintergäste sind ja wieder weg.

Illegaler Habichtfang bei Beilngries

Februar 11, 2009 · Posted in Kurzmeldungen · 1 Comment 

Zwischen Beilngries und Plankstetten wurde ein illegal aufgestellter Habichtfangkorb von Passanten entdeckt und der Polizei gemeldet. Die Falle hatte bereits ganze Arbeit geleistet, da bereits ein Habicht gefangen wurde. Dieser wurde von der Polizei wieder in die Wildbahn entlassen. Die noch im Korb vorhandene beringte Brieftaube wurde ebenfalls befreit und flog anschliessend zum Inhaber zurück.

Der Halter der Taube konnte schnell ausfindig gemacht werden, und war geständig. Weil er in der letzten Zeit zuviele Tauben durch den Habicht verloren hat, griff er zu dieser Massnahme. Da der Mann gleich gegen diverse Gesetze verstoßen hat wird nun gegen ihn ermittelt.

Nicht nur das Habichte in Deutschland zu den streng und besonders geschützten Tierarten zählen, gehören sie – wenn auch ganzjährig geschont – zum Wild. Desweiteren ist in Bayern die Fallenjagd nur mit berechtigten erlaubt, und die Fallenjagd auf Federwild komplett verboten.

Das Resultat für den Taubenzüchter: Anzeige wegen erschwerter Jagdwilderei

Quelle:  Habicht mit Falle gefangen – Polizei ermittelt wegen Jagdwilderei

Schaufalknerei auf Teneriffa

Februar 9, 2009 · Posted in Newsticker · Comment 

Auch im Urlaub kann man Falknereien besuchen. Und das nicht nur in Deutschland. Auch auf Teneriffa ist das möglich. Laut einem Bericht von ferientips.com rentiert sich der Besuch im “Parque las Aguilas” auf jeden Fall. Neben den Greifvogelvorführungen, werden dort auch noch ein Zoo und Vorführungen mit Papageien.

Der Bericht macht auf jeden Fall Lust auf einen Besuch im nächsten Teneriffa-Urlaub.

Der Schreiadler – gefährdet und (fast) vergessen

Februar 9, 2009 · Posted in Wissen · Comment 
Bayerischer Wald

Schreiadler

Der Schreiadler ist der kleinste Adler Deutschlands. Im Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg brüten die letzten ca. 100 Paare dieses solzen Vogels.  Mit 55 bis 67 cm Körpergröße, einer Spannweite von 145 cm bis ca. 165 cm ist der Vogel, welcher zu den echten Adlern gehört, doch klar größer als ein Mäusebussard. Auch im Flugbild kann er seine Zugehörigkeit zu den Adlern nicht verschweigen.

Wie bei allen Greifvögeln ist auch beim Schreiadler der Geschlechtsdimorphismus sehr ausgeprägt. Die Männchen erreichen ein Gweiocht von ca. 1000 bis1400 Gramm, während die weiblichen Vögel im Bereich von 1300 bis gut 2000 Gramm liegen. Ebenfalls sehr stark ausgeprägt ist in dieser Art der Kainismus. Dies bedeutet, dass das Vogelpaar normalerweise zwei Eier legt, und auch zwei Kücken schlüpfen. Normalerweise überlebt jedoch nur das erstgeschlüpfte Kücken. Dieses greift das kleinere Kücken aktiv an, so dass normalerweise nur ein junger Schreiadler zum Ausfliegen kommt.

Die Eiablage der europäischen Vögel beginnt normalerweise Mitte Mai, während die Balz dieses Schmalfrontenziehers direkt im April nach seiner Ankunft im Brutgebiet beginnt. Die Brutdauer liegt um die 40 Tage, der Ausflug des Jungvogels ist dann meist Ende Juli – Anfang August.  Bis zum Wegzug im September verbleibt der Jungvogel noch bei den Eltern.

Portrait Schreiadler

Portrait Schreiadler

Schreiadler sind in Deutschland extrem gefährdet. Eine der größten Gefährungen ist der Lebensraumverlust. Schreiadler benötigen ruhige Wälder mit Altholzbestand und Gewässern. Diese Lebensräume findet der Vogel in Deutschland immer weniger vor. Weitere Probleme sind auch nier natürlich die Zerschneidung unserer Landschaft und die Forstwirtschaft. Aber auch der lange Zugweg ist eine riesige Gefahr. Denn vielerorts werden diese Tiere auch auf Ihrem Zugweg gefangen oder geschossen.

Wenn wir diese kleinen Adler bei uns behalten wollen, so müssen wir die Schutzmassnahmen erhöhen. Die Deutsche Wildtierstiftung hat ein entsprechendes Schutzprojekt gestartet, welches sicher unterstützenswert ist. Kern des Projektes ist die Aufzucht der zweitgeschlüpften Kücken, welche normalerweise vom älteren Kücken getötet werden. Diese Kücken werden aufgezogen und dann wieder ausgewildert. Das Aggressionsverhalten der Jungtiere ist ab einem bestimmten Alter nicht mehr ausgeprägt und die Elterntiere füttern auch ein plötzlich auftauchendes zweites Jungtier. Über diese Massnahme kann die Population natürlich nur gestützt werden, und einen Schutz des Lebensraumes nicht ersetzen.

Link: Mehr zum Schutzprogramm der Deutschen Wildtierstiftung

Gastbeitrag im Jagdblog: Über die Falknerei

Februar 9, 2009 · Posted in Kurzmeldungen · Comment 

Im Jagdblog von Stefan ist heute ein erster Gastbeitrag über die Falknerei online gegangen:

Link: Gastbeitrag – Über die Falknerei

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